Der Zementverbrauch in Spanien ist im September 2026 laut Oficemen um 8,1 % auf 1.367.833 Tonnen gesunken, den dritten Monat in Folge. Die Zahl gilt für ganz Spanien, doch für alle, die in Málaga und an der Costa del Sol Neubauimmobilien kaufen oder verkaufen, lohnt sich ein Blick darauf, was sie bedeuten kann.
Die Zahlen für September, monatlich und kumuliert
Die Estadística del Cemento (Zementstatistik) misst den Verbrauch als Frühindikator der Bautätigkeit: Je mehr Zement verwendet wird, desto mehr Bauvorhaben sind im Gange. Die jüngsten Daten zeigen im Vergleich zu den Vormonaten eine deutliche Verlangsamung.
| Zeitraum | Verbrauch | Veränderung |
|---|---|---|
| September 2026 | 1.367.833 t | -8,1 % |
| Kumuliert Jan.–Sept. 2026 | 12.364.731 t | +3,0 % |
| Gleitendes Jahr (Okt. 2025–Sept. 2026) | 17.010.838 t | +6,5 % |
Elena Guede, Geschäftsführerin von Oficemen, weist darauf hin, dass „der Zementverbrauch den dritten Monat in Folge zurückgeht“ und dass der Rückgang im September „stärker ausfällt als unsere Prognosen für diesen Monat“.
Auch die Exporte gehen zurück
Die Zementexporte sanken im September um 20 % und im bisherigen Jahresverlauf um 15,2 %, womit sie unter drei Millionen Tonnen liegen. Im gleitenden Jahr beträgt der Rückgang 16,1 %, auf 3.964.062 Tonnen. Das ist ein weiteres Zeichen dafür, dass die Nachfrage im In- und Ausland abkühlt.
Was das für Neubauprojekte in Málaga und an der Costa del Sol bedeutet
Die Zahl gilt für ganz Spanien und unterscheidet nicht zwischen Wohnungsbau und Tiefbau, sodass sie sich nicht ohne Einschränkungen auf die Costa del Sol übertragen lässt. Sie liefert aber einen Kontext: Kühlt sich die Bautätigkeit im ganzen Land ab, werden sich die Fertigstellungstermine bei Projekten, die auf Plan verkauft werden, eher verlängern, und die Materialkosten dürften die Margen der Bauträger weiter belasten. In Zonen mit starker Nachfrage wie Marbella oder Málaga-Stadt stützt ein langsamerer Neubau tendenziell die Preise des Bestands, statt sie zu senken.
Sollte das Käufer von Neubauten hier beunruhigen?
Nicht unbedingt. Die Nachfrage an der Costa del Sol wird weiterhin von internationalen Käufern und vom Mangel an baureifem Grund in erster Linie getragen – zwei Faktoren, die schwerer wiegen als der spanienweite Zementverbrauch. Beim Kauf auf Plan sollte man vernünftigerweise auf zwei Dinge achten: die vom Bauträger zugesagte Fertigstellungsfrist und die Garantien bei Verzögerung.
Fazit
Die Zementbremse ist vor allem ein Thermometer für das allgemeine Tempo der Bauwirtschaft in Spanien, keine spezifische Diagnose für die Costa del Sol. Dennoch sollte man sie im Auge behalten: Wenn sich die Bauzeiten bei Neubauten verlängern und die Kosten nicht sinken, bleibt bereits gebauter Wohnraum in Málaga und seiner Provinz die berechenbarste Option für alle, die jetzt kaufen oder investieren möchten. Wenn Sie wissen möchten, wie Ihre Gegend oder Ihre Immobilie in diesem Umfeld dasteht, unterstützt Sie EVS PROPERTY GROUP gern mit einer aktuellen Bewertung.
Häufig gestellte Fragen
Warum sinkt der Zementverbrauch in Spanien?
Laut Oficemen hat sich die Nachfrage seit dem Sommer 2026 abgekühlt, mit drei Monaten in Folge sinkendem Monatsverbrauch, auch wenn die Jahreskumulation weiterhin positiv ist (+3 %).
Heißt das, dass die Immobilienpreise an der Costa del Sol sinken werden?
Nicht unbedingt. Es handelt sich um einen landesweiten Indikator der Bautätigkeit, nicht um einen für lokale Preise. In Gegenden mit hoher Nachfrage wie Marbella oder Málaga-Stadt stützt ein langsamerer Neubau in der Regel die Preise der bereits gebauten Immobilien, statt sie zu senken.
Ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um in Málaga oder an der Costa del Sol einen Neubau zu kaufen?
Das hängt vom Projekt und vom Bauträger ab. Bei einer landesweit langsameren Bautätigkeit sollte man vor dem Kauf auf Plan die zugesagte Fertigstellungsfrist und die Garantien im Vertrag genau prüfen.
Was ist Oficemen?
Oficemen ist der spanische Arbeitgeberverband der Zementhersteller und veröffentlicht monatlich die Estadística del Cemento mit den Verbrauchs- und Exportdaten der Branche.
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